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Pflicht erfüllt

Nach einer Parkplatz-Odysee in Rapperswil aufgrund National League Match sowie Jubiläumsvorstellung des Zirkus Knie, an welcher wohl auch die Schiedsrichter zu beissen hatten – sie kamen zu spät zum Spiel – begann das Game mit ca. 10 Minuten Verspätung auf dem Aussenfeld. Das Spiel begann harzig und man merkte, dass die Brandis Ladies sich nicht mehr gewohnt sind, auf langsamem und anstrengendem Eis zu spielen. In der 5. Minuten mussten sich die Emmentalerinnen zum ersten Mal in Unterzahl üben. Moser musste für einen hohen Stock in die Kühlbox. Die Rosenstädterinnen brachten aber nichts zählbares zu Stande und so verstrichen die Strafminuten ohne Gegentreffer. Beide Teams hatten im ersten Drittel ihre Chancen, doch hielten auf beiden Seiten die sehr stark spielenden Torhüterinnen ihre Teams im Spiel. Brandis passte sich wie schon im ersten Aufeinandertreffen der Teams dem Tempo des Gegners an und so endete die ersten 20 Minuten ohne Gegentreffer. Trainer Leuenberger machte seinem Unmut über das Drittel in der Pause Luft und sagte klar, dass sich jede verbessern muss; eine solche weite Reise für das doch sehr bescheidene Drittel sei doch nicht zufriedenstellend.

Im Mitteldrittel wurde dann auch etwas mehr gelaufen und fürs Team gearbeitet. Das Score eröffnete Novakova auf Pass von Zürcher in der 27. Minute. Keine zwei Minuten später durfte Habegger für eine Behinderung eine Verschnaufpause auf der Strafbank absitzen. Dies kümmerte Novakova nur wenig und sie zeigte auf eindrückliche Weise, welch feinen Hände sie hat – der Puck flatterte hinter Blaser zum 2:0 für Brandis im Tor. Gleichzeitig wechselte Leuenberger wie immer seine Torhüterinnen; Fasel löste die sehr gut spielende Bürki ab. Das Mitteldrittel wurde nun zu einem Novakova-Drittel. In der 36. Minute wurde sie von Zürcher und Habegger wunderbar zum 3:0 bedient und kurz darauf in der 38. Minute verwertete sie auf Pass von Hofmann A. und Zürcher zum 4:0 für die Gäste. Kurz vor Drittelsende verwertete dann auch noch Hofmann A. auf Pass von Hofmann M. nach ihrer 4-wöchiger Verletzungsabwesenheit. Die Emmentalerinnen gingen mit einem beruhigenden 5:0 in die zweite Drittelspause.

Im letzten Drittel sahen die Zuschauer dann leider wieder das Brandis von den ersten 20 Minuten. Sie passten sich erneut dem Gegner an; im Kopf wussten sie, dass der 5:0 Vorsprung reichen wird für die 3 Punkte und vergassen bisweilen, dass das Spiel erst bei der Sirene zu Ende ist. Einzig zählbare Aktion war erneut ein Tor von Novakova zum 6:0 für die Gäste. Sie liessen jedoch den Gegner besser ins Spiel kommen und so verwertete Hirsig bei einem Konter verdient zu ihrem Ehrentreffer.

Fazit zum Spiel: Gute Torhüterinnen auf beiden Seiten, bescheidene Leistung der Feldspieler auf beiden Seiten, Pflicht erfüllt für die 3 wichtigen Punkte.

Rapperswil-Jona Lakers - Brandis Juniors (0:0;0:5;1:1)
SR: Leimbruger, Jung
Lido Aussenfeld, Rapperswil, 54 Zuschauer
Tore: (27.) Novakova (Zürcher) 0:1; (30.) Novakova 0:2; (36.) Novakova (Zürcher, Habegger) 0:3; (38.) Novakova (Hofmann A., Zürcher) 0:4; (40.) Hofmann A. (Hofmann M.) 0:5; (50.) Novakova (Habegger, Zürcher) 0:6; (59.) Hirsig (Embacher) 1:6
Strafen: Rapperswil 1x2 Minuten: Brandis 4x2 Minuten;
Rapperswil-Jona Lakers: Blaser; Mächler, Rieder; Maggio, Capelli; Hirsig, Wüthrich, Matzinger; Embacher, Scheidegger, Bleesz; Alder
Brandis Juniors: Bürki (30. Fasel): Nummi, Forster; Hofmann A., Hehlen; Habegger, Zürcher, Novakova; Hofmann M., Hirsiger, Moser
Bemerkungen: Brandis Ladies ohne Aebi (überzählig), Melicherikova (verletzt), Dähler, Schär R. (beide krank), Gerber (Arbeit), Messerli, Stucki, Schär C., Wyss, Dore (alle Nachwuchs), Maurer (Ausland)

Der tiefe Fall vom hohen Ross

Eine 5:2 Führung nach zwei Dritteln endet für die Huttu High Flyers schlussendlich im Desaster. Die Wildstars, ein neu gegründeter Verein aus den ehemaligen EHC Niederbipp und dem SC Obergerlafingen, gewinnen nach Verlängerung 7:6

Das Spiel zwischen den beiden Teams im solothurnischen Zuchwil begann ausgeglichen und es benötigte Strafen, damit die ersten beiden Tore fielen. Ungewöhnlicherweise konnte auf beiden Seiten ein Tor in Unterzahl erzielt werden. Bis zum Ende des ersten Drittels konnten die High Flyers das Chancenplus ausnutzen und führten zur Pause mit 3:1.

Im Mittelabschnitt übernahmen die High Flyers das Spieldiktat und kombinierten sich überlegen durch das Drittel des Gegners und erspielten sich Chance um Chance. Die Wildstars zogen sich in dieser Phase in ihr eigenes Drittel zurück und liessen die Huttwiler gewähren. Das Skore konnte bis zur 40. Minute zwar auf 5:2 erhöht werden, gemessen am Spielanteil und den klaren Chancen hätten die Huttwiler aber viel deutlicher führen müssen.

Was dann im letzten Drittel geschah, darf getrost als einer der schwärzesten Momente in der Geschichte der Huttu High Flyers bezeichnet werden. Mit der deutlichen Führung im Kopf schien der Match für die Mannen aus Huttwil bereits gewonnen. Der Gegner nutzte die nachlassende Konzentration aus und konnte in Überzahl den Anschlusstreffer erzielen. Die Wildstars schienen zu merken, dass in diesem Match noch etwas möglich war und spielten von diesem Zeitpunkt an deutlich aktiver. Die High Flyers konnten zwar kurzzeitig mit dem 6:3 reagieren, mussten aber aufgrund von vielen Unachtsamkeiten bis zur 59. Minute doch tatsächlich noch den Ausgleich hinnehmen.

Mit dem Momentum auf Ihrer Seite, wollten die Wildstars den Sieg schlussendlich mehr und konnten im Spiel 3 gegen 3 in der Verlängerung mit 7:6 durchsetzen. Die Huttwiler wurden für Ihre frühzeitige Zufriedenheit zu Recht bestraft. Dieses Spiel wurde schlussendlich im Kopf entschieden.

Nächsten Samstag treten die Huttwiler in Hasle gegen Leader Brandis an. Bleibt zu hoffen, dass die High Flyers eine starke Reaktion auf die schmerzliche Niederlage gegen die Wildstars zeigen können.

Trotz eines klaren 5:1 Flyers Sieges wurden auf Seiten der Huttwiler sehr viele Torchancen ausgelassen.

Mit dem dritten Spiel innerhalb einer Woche ging es gegen den SC Lyss in der Meisterschaft weiter.

Zuletzt mussten die Huttwiler in der 2. Cup Runde gegen den 3. Ligisten EHC Bellmund eine Niederlage einstecken. Mit einigen Blessuren und Verletzungen diverser Spieler konnten die High Flyers an diesem Abend nicht mit drei Blöcken antreten.

Im ersten Drittel war es ein offener Schlagabtausch hüben wie drüben. Beide Teams erarbeiten sich gute Topchancen. Gefährlich wurde es für die Platzherren in Unterzahl, mussten doch einige unnötige Bankstrafen in Kauf genommen werden. So ging es Torlos in die Erste Pause. Zu beklagen gabs von Coach Pfister die vielen Scheibenverluste auf der eigenen blauen Linie und die Chancenauswertung. Mehr Konsequenz im Abschluss war gefragt.

Gesagt getan. 2 Minuten sind gespielt im Mittelabschnitt da konnte Michael Staub mit einem satten Schuss aus dem Slot erfolgreich abschliessen. Die Blumenstädter erspielten sich nun Chance um Chance. So konnten Florian Scheidegger nach 28 Minuten und Roman Müller mit einem Sololauf in der 29.Minute auf 3:0 erhöhen. Aber aufgepasst, durch den Offensivdrang der Flyers entstanden immer wieder gefährliche Kontermöglichkeiten der Gäste. Aber Goalimann Marco Röthenbühler hielt seinen Kasten rein. Dies war dann auch das erklärte Ziel in der zweiten Pause. Endlich muss ein Shootout realisiert werden können.

Im letzten Spielabschnitt war es auf Seiten des Heimteams wieder die mangelnde Chancenauswertung. Viele gute Schüsse gehen am Tor vorbei oder treffen die Torumrandung. Erst in der 56. und der 59. Minute konnte Florian Scheiddegger den Sack zumachen mit seinen Toren 2 und 3 an diesem Abend. Auch einen Kasten Bier für die Mannschaft hat dieser Hattrick des Skorers zur Folge. Bleibt noch die Frage des Shootouts auf Huttwiler Seite. Leider blieb es in der letzten Minute dem Heimteam verwehrt. Ein Anspiel im eigenen Drittel wurde von Lyss gewonnen. Ein Slapshot von der blauen Linie führte dann zum Torerfolgt.

Schlussendliche konnte mit einem klaren Resultat 3 Punkte eingefahren werden. Trotzdem lässt die Chancenauswertung an diesem Abend zu wünschen übrig. Der Sieg wurde anschliessen in der Stadionbar des 300er-Club und später in der Turnerbar des TV Huttwil gefeiert.

Huttwil mit Mini-Sieg gegen Seewen

Die Beutler-Truppe lag in diesem Spiel nie in Führung, reagierte aber jeweils auf einen Gegentreffer, wobei die zwei Treffer zum jeweiligen Ausgleich von Verteidigern erzielt wurden. Erst in der Verlängerung trifft mit Michael Lüdi ein Stürmer und sichert Huttwil einen Mini-Sieg. Solche Spiele hat Huttwil in der laufenden Saison auch schon verloren.

Seewen Ruch und Messerli
Seewen Ruch und Messerli

Obwohl Hockey Huttwil in dieser Partie nie in Führung lag, gewinnen die Oberaargauer gegen den EHC Seewen am Ende mit 3:2. Die Entscheidung fiel in der Verlängerung nach nur sechsundzwanzig Sekunden durch Michael Lüdi. Diese Umstände veranlassen eher von einem glücklichen Sieg zu sprechen, hätte doch die Partie auf beide Seiten kippen können. Und trotzdem geht der Sieg Huttwils völlig in Ordnung. Nur hätte dieser Sieg in der regulären Spielzeit realisiert werden müssen. Die Stürmer scheiterten aber immer wieder am glänzenden jungen Seewen-Torhüter Bryan Rüegger oder am eigenen Unvermögen. Es ist symptomatisch, dass die Treffer zum 1:1 und 2:2 von zwei Verteidigern erzielt wurden. So korrigierte Markus Schütz das eingehandelte 0:1 Yannic Nolls, noch vor der zweiten Pause und Mattias Seematters 2:2 in Überzahl war die Korrektur des 1:2 durch Seewens Stefan Diezi. So war auch Huttwils Trainer Andreas Beutler nicht wirklich zufrieden mit der Leistung seines Teams: «Wir haben über sechzig Minuten kein gutes Spiel gemacht. Uns fehlte die nötige Überzeugung», analysiert Beutler. Auf die Frage mit was er dann zufrieden sei, antwortete Beutler schnell: «Mit dem letzten Tor. Diese Szene, diese Überzeugung in der Aktion machte den Match aus». Und genau eben mit dieser Aktion bringt sich Hockey Huttwil schliesslich auf die Siegesstrasse. Auch wenn dies nur ein Mini-Sieg ist, es ist einer. Dies war in dieser Saison häufig auch schon anders.

Munteres Drittel ohne Tore
Tempo und Abschlüsse gleich von der ersten Minute an, waren zwischen Hockey Huttwil und dem EHV Seewen zu sehen. Aufs Tor fand jedoch keine Scheibe den Weg. Noch unter zwei Minuten Spielzeit, sah sich Huttwil mit einem Mann weniger auf dem Eis. Die Huttwiler Box aber stand gut und liess nichts zu. Die erste wirklich gute Chance hatte nach rund vier Minuten Michael Ruch. Er scheiterte aber an Seewens Torhüter Bryan Rüegger. Das Spiel entwickelte sich zu einem munteren Auf und Ab. Seitens der Oberaargauer versuchte es als nächstes Michael Lüdi. Auch er sah seinen Abschluss von Rüegger pariert. Nach zehn Minuten, wanderte der erste Innerschweizer in die Kühlbox. Huttwils Powerplay war sofort installiert, es folgten auch Abschlüsse – meistens ab der blauen Linie – aber Tor wollte keines fallen. Auch die Seewener hatten ihre Chance, beispielsweise durch Claudio Zurkirchen oder Rino Gisler, dieser scheiterte rund sechs Minuten vor der ersten Pause an gut disponierten Lukas Gasser. Auch zwei Minuten später stand Gasser unter Feuer, behielt aber zusammen mit seinen Vorderleuten eine reine Weste. Die letzten zwei Minuten gehörten dann eindeutig Hockey Huttwil. Erst noch bei fünf gegen fünf Feldspieler reihte sich Abschluss um Abschluss ein. Auch mit einem Mann mehr auf dem Eis, war Huttwil logischerweise tonangebend. Doch auch beim Abschluss von Sandro Hain kurz vor der Sirene, ertönte nur ein Raunen durchs Publikum. Das muntere Drittel blieb torlos.

Michael Lüdi in der Verlängerung
Unverändert das Bild im mittleren Drittel, es blieb ein munteres Auf und Ab. Beide Teams hatten ihre Chancen, verwerteten diese aber weiterhin nicht. Nach etwas mehr als vier Minuten war es dann aber soweit. Seewens Yannic Noll tanzte alle aus und vernaschte auch Lukas Gasser zum 0:1. Kurz danach bot sich Huttwil die Chance in Überzahl diesen Umstand resultatmässig zu korrigieren. Auch da, rasch installiertes Powerplay mit Abschlüssen, nur die entscheidende Lücke fand keiner. Rund sechs Minuten vor der zweiten Pause, erneut die Chance für Hockey Huttwil mit einem Mann mehr auf dem Eis, den Ausgleich zu erzielen. Diesmal war das ganze noch knapper. Was da an Pucks den Kasten verfehlten, war an einer Hand nicht abzuzählen. Erst gegen Ende der Strafe traf einer auch mal ins Netz. Markus Schütz fand endlich die Lücke aus halb rechter Position zum verdienten 1:1. Auch die letzten beiden Minuten des Mitteldrittels durften die Oberaargauer abermals in Überzahl bestreiten. Doch Seewen war da näher an der Führung als Huttwil. Gasser verhinderte da zweimal in Extremis.
Zu Beginn des Schlussabschnittes war wiederum Huttwil tonangebend, hatte die erstmalige Führung beispielsweise durch Sandro Hain auf dem Stock. Oder auch durch Sven Nägeli. Beide wurden aber von Seewens Bryan Rüegger am Torerfolg gehindert. Auch Matthias Seematters Geschoss wurde eine Beute Rüeggers. Einen blauen Fleck aber hat sich da der junge Innerschweizer bestimmt eingefangen. Die Partie war zehn Minuten vor Schluss soweit, dass wohl das nächste Tor über Sieg oder Niederlage entscheiden würde. Und dieser vermeintlich entscheidende Treffer fiel neun Minuten vor dem Ende. Der Schuss in Überzahl von Seewens Stefan Diezi passte haargenau ins linke obere Eck zum 1:2. Nun, Hockey Huttwil hatte eine Antwort. Ebenfalls in Überzahl und ebenfalls passte der Schuss haargenau, trifft Matthias Seematter zum 2:2 nur zweieinhalb Minuten später. Nach sechzig Minuten fand diese stets offene Partie keinen Sieger. In der Verlängerung fackelte Michael Lüdi nicht lange. Endlich zielstrebig und beherzt trifft er nach nur sechsundzwanzig Sekunden zum Sieg für Hockey Huttwil ins Netz.

Telegramm: Huttwil – Seewen 3:2 nV (0:0, 1:1, 1:1)
Eishalle Campus, Huttwil. – 276 Zuschauer – Schiedsrichter: Graber; Allenspach / Buff
Torfolge: 25. Noll (Zurkirchen, Schnüriger) 0:1. 36. Schütz (Matter, Hain/Ausschluss Märchy) 1:1. 51. Diezi (Zurkirchen,Schnüriger, Arnold/Ausschluss Hain) 1:2. 54. Seematter (Felder/Ausschluss Koller) 2:2. 61. Lüdi (Ruch, Seematter) 3:2.
Strafen: Huttwil 2×2 Minuten; Seewen 6×2 Minuten
Huttwil: Gasser; Seematter, Felder; Schütz, Matter; Mosimann, Kunz; N.Minder; Ruch, Lüdi, P.Meyer; Lerch, Nägeli, M.Trüssel; Gurtner, Hain, Born; Farner, Messerli.
Seewen: Rüegger; Schnüriger, Schön; R.Büeler, Reichmuth; T.Büeler, Michel; Wellinger, Noll, Zurkirchen; Fries, Arnold, Diezi; Steiner, Portmann, Koller; Gisler, Bettinaglio, Märchy.
Bemerkungen:
Huttwil ohne M.Minder, M.Meyer, Lanz, Steiner, C.Trüssel (alle verletzt), Hofmann (überzählig)
Seewen keine Angaben

Interview Albert Malgin, Trainer EHC Seewen

Interview Andreas Beutler, Trainer Hockey Huttwil

Interview Bryan Rüegger, Goalie EHC Seewen

Interview Michael Lüdi, Torschütze des Game-Winners in der Verlängerung

Zur Verfügung gestellt von: Hockey Huttwil
Author: Pascal Müller (Medienverantwortlicher Hockey Huttwil)
Rechte: Hockey Huttwil & MySports
Veröffentlicht: 23 November 2019 von Hockey Huttwil
Originalbeitrag: Hockey Huttwil

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Den Brandis Ladies stand am Samstag das erste Spiel der Saison gegen den Fribourg Ladies Hockey-Club bevor. Das einzige verbliebene französisch-sprachige Team in der SWHL B hatte in der Vergangenheit seine ups und downs, was eine Prognose schwierig machte. Auch als Hürde gestaltete sich die Anreise. Vor lauter Baustellen sah man die entstehenden Fribourger Sportanlagen gar nicht mehr. Aufs Eis schaffte es mit den 10 Spielerinnen + 2 Torhüterinnen aber das ganze Team. Ihnen gegenüber standen 16 Fribourgerinnen, die es auch konditionell zu überrumpelt galt. Trotz Anlaufschwierigkeiten ihrerseits gelang es den Fribourgerinnen zuerst, den Puck im gegnerischen Tor zu versorgen. Beunruhigen liessen sich die Brandis Ladies davon aber nicht. Ganz im Gegensatz zu ihren Gegnerinnen: es schien, als ob sich eine gewisse Nervosität des Heimteams durch Fouls äusserte. Das erste daraus resultierende Powerplay dauerte lediglich 10 Sekunden. Nach einem Schuss von Marina Zürcher gelang es Petra Melicherikova und Rebecca Schär, den Abpraller davon zu verwerten. Nach drei weiteren Strafen ging es in die willkommene Pause. Coach Mathias Leuenberger schaute auf ein starkes und vor allem schnelles Drittel zurück. So galt es auch weiterzufahren, was Petra Melicherikova mit ihrem Führungstreffer kurz nach Wiederanpfiff tat. Sie versenkte den Puck mit einem gezielten Schuss über das linke Goalie-pad. Wie das Tor durch Marlise Hofmann zustande kam, ist und bleibt ein Rätsel. Mit einem satten Schuss bezwang sie Torhüterin Amélie Madrona, welche wohl nicht auf diesen gefasst war. Brandis konnte dank des Zweitore-Vorsprungs nun etwas aufatmen. Das Schlussdrittel, welches mit einem weiteren Tor durch Petra Melicherikova begann, war dann für alle Beteiligten unangenehm. Die Fribourgerinnen wussten sich nur noch mit unfairen Mitteln zu helfen. Nach Joanna Scheidegger’s ebenfalls zweiten Tor zum 2:4 wurde Sonja Novak zu Unrecht für einen Haken in die Kühlbox geschickt - ein Vergehen, das sie im Verlaufe des Matches etliche Male unbestraft hatte einstecken müssen. Auch Rebecca Schär kam noch in den Genuss des physisch-betonten Spiels der Fribourgerinnen. Laurine Modoux musste wegen des Checks gegen ihren Kopf das Eis frühzeitig verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde abgesehen von den Coaches sicherlich das ganze Brandis-Team einmal gefoult. Trotz der Unterzahlsituation, welche auf den Check gegen Rebecca Schär folgte, verliess Fribourg’s Keeperin ihr Tor früh, um einer fünften Feldspielerin Platz zu machen. Janina Habegger profitierte vom zusätzlichen Raum und traf aus der Distanz zum Endresultat von 2:5 zugunsten der Brandis Ladies. Der Matchpuck ging am ersten Spiel des Wochenendes an neo-Assistentin Petra Melicherikova, welche mit ihren zwei Toren und ihrem «Einstecken-können» massgeblich zum Erfolg des Teams beigetragen hatte.

Am Sonntag trafen die Brandis Ladies mit dem EHC Sursee gleich nochmal auf ein Team der Klasse «Wundertüte». Die zum Team gestossenen Spielerinnen waren nach dem ruppigen Fribourg-Match eine herzlich willkommene Unterstützung. Auch für das Mithalten mit dem hohen Tempo der Sursee-Spielerinnen half diese Vergrösserung des Personalbestands. Bereits während ihres ersten Einsatzes zog Lara Stucki gefährlich vors Tor und konnte aus kurzer Distanz abschliessen. Auch Sonja Novak’s Linie überzeugte mit aggressivem Forechecking und konnte den Puck mehrmals in der gegnerischen Zone halten. Bevor sich Sursee überhaupt in der Partie anmelden konnte – und das mit einem Offside – waren sie also vor allem mit Verteidigen beschäftigt. Offensive Akzente konnten bei ihnen vor allem Einzelspielerinnen wie Martina Steck setzen. Dass diese in der Lage war(en), die Brandis-Abwehr zu überrumpeln, bewies(en) sie mit ihrem Fast-Tor. Der Puck war zwar im Tor drin, dieses aber sehr kurz davor schon verschoben. Ein guter Grund für Unmut, also. Nach einer doppelten Überzahl, welche die Emmentalerinnen nicht ausnutzen konnten, war das erste Drittel einer schnellen Partie schon vorbei. Das Mitteldrittel, welches Brandis mit einem 2:0 für sich entscheiden konnte, lief eher nach dessen Gusto. Nebst den zwei Toren durch Marlise Hofmann und Janina Habegger holten sie sich drei Strafen, welche von Sursee aber ebenfalls nicht genutzt werden konnten. Torhüterin Dunja Fasel wurde nach Spielmitte und einem zeitweise strengen Arbeitstag durch Sandy Aebi ersetzt. Darauf ging es bald mal in die sechste und letzte Spielzeit des Wochenendes. Die Kräfte liessen sichtlich nach, was ein ästhetisches Zusammenspiel verhinderte. Nebst der Chancenarmut geschahen auch einige Fehler in der Defensive. So geriet Sandy Aebi unter Beschuss und musste entsprechend den ersten Gegentreffer hinnehmen. Den Vorsprung liessen sich die Brandis Ladies aber nicht mehr nehmen. Gegen Schluss blockte Marina Zürcher einen Slap-shot der unangenehmen Sorte, spielte aber tapfer weiter und nahm so «einen fürs Team». Obwohl sich die Sursee-entourage noch entschied, den Goalie herauszunehmen – und diesmal hatten es wirklich auch alle Brandis-Spielerinnen mitbekommen – konnten sie resultatmässig nichts mehr anrichten. So gingen die erschöpft- aber glücklichen Brandis Ladies ein zweites Mal als Gewinnerinnen vom Eis.

Huttwils Machtdemonstration gleich zu Beginn

Die Blumenstädter gaben sich gegen die unterklassigen Red Lions aus Reinach keine Blösse und siegen schliesslich hoch mit 7:0. Der Grundstein dazu wurde bereits in den ersten beiden Minuten mit zwei Treffer gelegt. Trotz dem Weiterkommen im Cup und den sieben Toren, am Mitteldrittel hatte wohl keiner einen Gefallen.

Red Lions Reinach vs Hockey Huttwil
Red Lions Reinach vs Hockey Huttwil

Hockey Huttwil liess gleich zu Beginn des Spiels etwas die Muskeln spielen und legte vor allem im ersten Drittel eine kleine Machtdemonstration aufs Eis. Anders, oder auch dadurch, sind die ersten beiden Treffer der Beutler-Truppe, kaum zu erklären. Lagen doch die Oberaargauer nach sage und schreibe einer Minute und neunzehn Sekunden bereits mit zwei, und gegen einen unterklassigen Gegner eben entscheidenden, Nasenlänge voraus. Damit waren der Sieg und das Weiterkommen im Cup nach keinen zwei gespielten Minuten quasi in Stein gemeisselt und wurde bis zum Schluss mit dem hohen 7:0 bekräftigt. Die Tore Nummer drei und vier wurden dann beide im Powerplay erzielt. Bis da gab es absolut nichts zu mäkeln, was das Engagement und die Leistung Hockey Huttwils anbelangt. Die Partie war ergo bereits nach dem ersten Drittel und dem 4:0 entschieden. Zu mäkeln gibt dann aber das zweite Drittel. Dort fehlte es plötzlich an Passqualität, an Engagement und jeder versuchte primär seinen eigenen persönlichen Erfolg, statt im Team wie bisher zu arbeiten. Irgendwie ärgerlich und irgendwie auch verständlich. Dieser Umstand wurde im Schlussdrittel dann mehrheitlich wieder korrigiert, wo mit drei weiteren Treffern wenigstens die Torausbeute wieder stimmte. Nun unter dem Strich zählt im Cup schlicht das Weiterkommen und dies hat Hockey Huttwil gegen die Red Lions Reinach erreicht. Es gilt noch eine weitere Runde zu überstehen, um an die Honigtöpfe im Cup zu gelangen. Für den Moment gilt: Etappenziel erreicht.

Frühe, sehr frühe Entscheidung
Welche ein Auftakt Hockey Huttwils in Reinach. Eine halbe Minute war gespielt, als Michael Ruch bereits für den Favoriten zum 0:1 traf. Etwas mehr als eine, ja eine, Zeigerumdrehung später lag Hockey Huttwil schon mit 2:0 in Front. Als Schütze diesmal, durfte sich Fabian Born notieren lassen. Total lagen also 1:19 auf der Matchuhr und der Favorit führte bereits mit 2:0. Das Spiel lief ähnlich weiter. Bei der ersten Strafe gegen den Unterklassigen, erhöhte Huttwil das Score auf 3:0. Sven Nägeli vollendet aus kürzester Distanz im Slot. Ende Feuer? Denkste. Hockey Huttwil schlug auch bei der nächsten Strafe gegen die Red Lions aus Reinach gnadenlos zu. Für den vierten Treffer der Blumenstädter zeichnete sich Sandro Hain verantwortlich.
Der mittlere Abschnitt war zu Beginn eigentlich nicht viel anders als noch die ersten zwanzig Minuten. Ausser dass die Oberaargauer trotz vorhandenen Chancen das Gehäuse nicht mehr so gnadenlos trafen. Auch von Huttwils Torhüter Tim Zurbuchen wurde ein Tick mehr Aufmerksamkeit verlangt, denn im ersten Drittel hatte er rein gar nichts zu tun. Was bei Zurbuchen zunehmen musste, nahm beim Rest des Teams ab. So unwiderstehlich waren die Pässe, die Konzentration und das Engagement nicht mehr. Dies war zum Beispiel auch bei der dritten Strafe gegen Reinach, ungefähr bei Spielmitte, sichtbar. Da fiel für einmal nämlich kein Huttwiler Treffer. Nun um das nicht allzu arg negativ tönen zu lassen, muss festgehalten werden, Hockey Huttwil hatte das Spiel auch so vollkommen im Griff, nur eben mit Schlendrian.
Nun im dritten Drittel stimmte wenigstens gleich zu Beginn wieder die Torausbeute, denn Michael Ruch mit seinem zweiten Treffer, schoss Hockey Huttwil nach etwas mehr als zwei Minuten mit 5:0 in Front. Das Patrick Meyer circa sieben Minuten später mit dem 6:0 noch einen draufsetzte, verdeutlich diese Tendenz. Es sollte nicht der letzte Treffer gewesen sein. Vorerst durfte sich Hockey Huttwil rund sechs Minuten vor der Schlusssirene noch in Unterzahl üben und überstand diese problemlos. Kurz darauf fiel das 7:0 abermals durch Patrick Meyer.

Telegramm: Reinach – Huttwil 0:7 (0:4, 0:0, 0:3)
KEB Oberwynental, Reinach. – 110 Zuschauer – Schiedsrichter: Leimgruber; Amport / Grau
Torfolge: 1.(00:33) Ruch (P.Meyer, Lüdi) 0:1. 2.(1:19) Born (Gurtner, Hain) 0:2. 7. Nägeli (Hain, Lerch/Ausschluss Schlatter) 0:3. 15. Hain (Matter, Schütz/Ausschluss Reinach) 0:4. 42. Ruch (Nägeli. M.Minder) 0:5. 50. P.Meyer (Lüdi) 0:6. 56. P.Meyer (Ruch, Lüdi) 0:7.
Strafen: Reinach 4mal 2 Minuten, plus 1mal 10 Minuten (Vogt); Huttwil 1mal 2 Minuten
Reinach: Schön (ab 35.Witschi); Schnyder, Gegenschatz; C.Meyer, Schlatter; Bulgheroni; Allabauer, Vogt, Nideröst; Rietmann, Lang, Renggli; Bonga-Bonga, Mezsargs, Dum; Köppel, Moldovanyi; Rosammilia.
Huttwil: Zurbuchen; Seematter, N.Minder; Schütz, Matter; Mosimann, Kunz; Felder, Farner; Ruch, Lüdi, P.Meyer; Lerch, Nägeli, Trüssel; Gurtner, Hain, Born; M.Minder, Messerli.
Bemerkungen:
Reinach keine Angaben
Huttwil ohne M.Meyer, Lanz, Steiner, C.Trüssel (alle verletzt), Hofmann (überzählig)


Zur Verfügung gestellt von: Hockey Huttwil
Author: Pascal Müller (Medienverantwortlicher Hockey Huttwil)
Rechte: Hockey Huttwil & MySports
Veröffentlicht: 20 November 2019 von Hockey Huttwil
Originalbeitrag: Hockey Huttwil

Eiserne Teamleistung Huttwils beim Sieg in Bülach

Die Beutler-Truppe gewinnt in Bülach durch eine eiserne Teamleistung völlig verdient mit 4:2. Die Tore fielen vor allem, wenn die Huttwiler direkt und gradlinig den Weg zum Tor suchten. So das 1:1 Michael Lüdis, die erstmalige 2:1-Führung Michael Ruchs oder eben der Game-Winner von Yannick Lerch etwas mehr als eine Minute vor Schluss. Mit Bülach bezwingt Huttwil immerhin den Drittplatzierten.

Nägeli Hain vor dem Tor Bülachs
Nägeli Hain vor dem Tor Bülachs

Die Partie Huttwils in Bülach erinnerte resultatmässig stark ans Spiel der Huttwiler vom vergangenen Mittwoch in Thun. Auch da führten die Oberaargauer nach zwei Dritteln mit 2:1, verloren die Partie aber schlussendlich mit 3:4. Dem war heute im zürcherischen Bülach nicht so. Zwar lag Hockey Huttwil eben auch mit 2:1 in Front, musste wie in Thun ebenfalls das 2:2 hinnehmen. Aber ab da lief einiges ganz anders. Huttwil geriet zwar teilweise arg unter Druck, hielt diesem aber durch einen starken Torhüter Lukas Gasser und einer diametral anderen Teamleistung als in Thun, stand. Mehr noch: Etwas mehr als eine Minute vor Schluss, ballert Yannick Lerch die Beutler-Truppe mit 3:2 in Führung und nur fünfunddreissig Sekunden später doppelt Huttwils Topscorer Sandro Hain mit dem 4:2 nach und sichert Hockey Huttwil den Sieg in Bülach. Dieser Sieg gegen den immerhin drittplatzierten EHC Bülach geht völlig in Ordnung. Denn Hockey Huttwil hatte über das gesamte Spielgeschehen gesehen mehr vom Spiel. Marschierten sie direkt, gradlinig und zügig gegen den gegnerischen Kasten, fielen auch die Tore. Beispielsweise das 2:1, ausgelöst durch einen Laserpass von Matthias Seematter und gradlinig vollendet von Michael Ruch. Oder der 1:1-Ausgleichstreffer eingeleitet durch Michael Trüssel, der auf den Knien den in der Mitte mitlaufenden Michael Lüdi bediente. Auch das dritte und eben wohl entscheidende Tor zum 3:2 Yannick Lerchs entspringt dem Grundsatz «direkt und gerade nur aufs Tor». Es ist diese Spielweise, die zum Erfolg führt, gepaart mit eisernem Willen zum Sieg als Team und dafür alles zu geben. Davon war diese Saison häufig nicht viel zu sehen. Heute dagegen schon. Wohin dies führt – nämlich einem Sieg – sollte dem Hinterletzten jetzt klar sein.

Optisch zwar besser, dennoch 0:1 im Rückstand
Der erste Angriff des Spiels gehörte Bülach, der erste Abschluss aber Hockey Huttwil. Beides hatte aber keine Konsequenzen. Nach etwas mehr als einer Minute durften die Oberaargauer bereits mit einem Mann mehr agieren. Obwohl das Powerplay recht ordentlich anzusehen war, resultierte kein Tor. Aber kaum wieder zu fünft scheppert es dennoch, leider nicht für Huttwil. Mit dem ersten Abschluss der Zürcher überhaupt, gelingt ihnen bereits das 1:0 durch Remo Ottiger. Nach rund sieben Minuten verpasst Michael Gurtner, von Michael Minder angespielt, diesen Umstand zu korrigieren. Die nächste Möglichkeit zur Korrektur hatte Huttwils Mike Kunz mit zwei Schüssen ab der blauen Linie kurz hintereinander. Bis Drittelsmitte hatten die Oberaargauer zwar mehr Spielanteile, lagen aber mit einer Nasenlänge hinten. Nach rund zwölf Minuten, beim etwa vierten richtigen Angriff Bülachs, brannte es kurzweilen lichterloh im Slot von Lukas Gasser. Die Zürcher sahen den Puck bereits im Tor, dieser kullerte aber rechts am Pfosten vorbei, oder besser gesagt Gasser lenkte ihn dorthin ab. Das Bild blieb unverändert, das heisst die Huttwiler optisch mehrheitlich in Scheibenbesitz, ohne aber wirklich gefährliche Torszenen zu kreieren. Bülach beschränkte sich aufs Kontern. Selbst mit einem Mann mehr, zuerst bei sechs gegen fünf dann fünf gegen vier Feldspieler kurz vor Drittelsende wollte Huttwil der Ausgleich nicht gelingen. In den letzten vierundzwanzig Sekunden gar mit zwei Mann mehr, wurde zwar Verkehr verursacht, aber Tor keines erzielt.

Rückstand, Führung, Ausgleich und schliesslich Siegsicherung
Gleich zu Begin des mittleren Abschnitts spielten die Huttwiler ja noch mehr als eine Minute in Überzahl. Ein gefährlicher Abschluss? Fehlanzeige. Den sah man bei einem Konter Bülachs und ohne Big-Save von Lukas Gasser, hätte Huttwil einen klassischen Shorthander kassiert. Nun so blieb das Spiel nach wie vor offen und Huttwil immer noch optisch mit mehr Spielanteilen, aber kaum gefährlichen Abschlüssen in der Zone wo es weh tut. Und als man einmal gerade aus und in eben diese Zone fuhr, klingelt es zum 1:1. Erst setzt sich Michael Trüssel auf den Knien durch, passt in die Mitte zu Michael Lüdi und der hatte keine Mühe den Ausgleich zu erzielen. Gradlinig, mit Zug aufs Tor, durchsetzen, so gehen gefährliche Torszenen. Oder wie Patrick Meyer mit einem One-Timer kurz darauf. Oder wieder ein paar Zeigerumdrehungen später als Sven Nägeli das Tor eng umkurvt, zur Mitte passt, dort abermals Patrick Meyer äusserst knapp die Führung verpasst. Es hätte der zweite Huttwiler Treffer sein müssen. Nun es tönt als hätten nur die Berner Chancen gehabt. Dem ist nicht so. Die Zürcher aber scheiterten entweder an ihrem eigenen Unvermögen oder an Lukas Gasser, der sein Team im Spiel hielt. Vierzig Sekunden vor der zweiten Pause, dann wieder ein gradlinig vorgetragener Angriff Huttwils und die Beutler-Truppe geht durch Michael Ruch erstmals in diesem Spiel in Führung. Der Pass von Matthias Seematter in die Spitze auf Ruch, dieser ohne Umweg direkt aufs Tor.
Die Voraussetzungen für Huttwil im Schlussdrittel, waren identisch zum Spiel am Mittwoch in Thun. Auch da führte man 2:1 (dann 3:4-Niederlage), frisst aber nach dreissig Sekunden den Treffer zum 2:2. In Bülach war dem nicht so. Obwohl Bülach teilweise viel Druck ausübte und die Defensive Huttwils manchmal auch wackelte, fiel der zweite Gegentreffer erst acht Minuten vor Schluss durch Atanasio Molina ab der blauen Linie durch alle hindurch zum 2:2. Anders als in Thun, frisst Hockey Huttwil jetzt keinen dritten Gegentreffer. Im Gegenteil: Genau 1:18 vor Schluss schiesst Yannick Lerch Hockey Huttwil mit 3:2 in Front. Dies war aber noch nicht alles. Nur fünfunddreissig Sekunden später doppelt Sandro Hain zum 4:2 nach und der Sieg Huttwils in Bülach war durch eine eiserne Teamleistung vor allem im dritten Drittel in trockenen Tüchern.

Telegramm: Bülach – Huttwil 2:4 (1:0, 0:2, 1:2)
Sportzentrum Hirslen, Bülach. – 255 Zuschauer – Schiedsrichter: Truffer; Dufner / Nater
Torfolge: 4.Ottiger (N.Alena, Jonski) 1:0. 26.Lüdi (M.Trüssel) 1:1. 40. Ruch (Seematter) 1:2. 52.Molina (Ganz/Ausschluss Seematter und Halberstadt) 2:2. 59. Lerch (Nägeli, M.Trüssel) 2:3. 60. Hain (Gurtner) 2:4. Strafen: Bülach 4mal 2 Minuten; Huttwil 2mal 2 Minuten
Bülach: J.Messerli; M.Alena, Molina; Steinauer, Janett; Waller, Thomet; Jonski; Hartmann, Figi, Ganz; Halberstadt, Barts, N.Alena; Andersen, Ottiger, Walder; O.Steiner.
Huttwil: Gasser; Seematter, N.Minder; Schütz, Matter; Mosimann, Kunz; Felder, Farner; Ruch, Lüdi, P.Meyer; Lerch, Nägeli, M.Trüssel; Gurtner, Hain, Born; M.Minder, R.Messerli.
Bemerkungen:
Bülach keine Angaben
Huttwil ohne M.Meyer, Lanz, A.Steiner, C.Trüssel (alle verletzt), Hofmann (Langenthal)

Interview Pascal Thomet, EHC Bülach

Interview Ramon Schaufelberger, Trainer EHC Bülach

Interview Andreas Beutler, Trainer Hockey Huttwil

Interview Michael Trüssel, Hockey Huttwil

Zur Verfügung gestellt von: Hockey Huttwil
Author: Pascal Müller (Medienverantwortlicher Hockey Huttwil)
Rechte: Hockey Huttwil & MySports
Veröffentlicht: 16 November 2019 von Hockey Huttwil
Originalbeitrag: Hockey Huttwil

Nach Startschwierigkeiten doch noch den Tritt gefunden

Es werde ein unangenehmer und hartnäckiger Gegner, predigte Coach Pfister vor dem Spiel zu seinen Schützlingen. Dies bestätigte sich bereits nach wenigen Minuten. Es war nämlich der Gegner aus Bätterkinden, welcher die erste zwingende Torchance auf den, über weite Strecken überragenden, Schlussmann Rothenbühler abgab. Nach je zwei kleinen Strafen hüben wie drüben, war der Offensivverteidiger Markus Hirsbrunner für die längst verdiente Flyers-Führung besorgt. Mit dem knappen „Eintorevorsprung“ gings zum ersten Mal in die Katakomben. Nach dem Seitenwechsel dominierten die Blumenstädter das Mitteldrittel zu Beginn in allen Belangen, jedoch kam Frust auf, als das Schiedsrichtergespann zwei Mal innert wenigen Minuten einen vermeintlichen Treffer des Heimteam aberkannte. Für die Einen sicherlich Glücklich, für die Andern eher ärgerlich, was jedoch in der Endabrechnung überhaupt keinen Einfluss mehr hatte. In der 29. Minute war es Bäckerssohn Patrick Schär, der im Alleingang die Bätterkinder-Abwehr umlief und den Schlussmann zum 2:0 übertölpelte.

Das Anstürmen wurde belohnt

Nach der zweiten und letzten Eisreinigung war das Spiel hart umkämpf und die Angriffe beider Mannschaften wurden von den beiden stark agierenden Torhütern stets unterbunden. So schien es, als ob das Spiel „Tor-arm“ zu Ende gehen würde. Doch aufgepasst, es waren noch sieben Minuten und paar wenige Sekunden auf der Matchuhr und die hatten es richtig in sich. Zuerst traf Remo Zaugg (53`) zum 3-Tore-Vorsprung. Doch nur eine Minute später kam der Gast, wegen eines Stellungsfehler in der Flyer-Verteidigung, zum 1:3 Anschlusstreffer. Würde die sichere Führung noch mal ins wanken geraten? Es standen immerhin noch fast 6 Minuten auf der Anzeige. Nein, die routinierten Flieger, Staub und Jäggi nahmen jetzt noch mal Fahrt auf, mobilisierten ihre letzten Kräfte und machten in der 56., respektive in der 58. Minute den Huttwiler Sieg zur Tatsache. Zum krönenden Abschluss traf Remo Zaugg mit seinem zweiten persönlichen Treffer zum 6:1 Endstand. Vor einer tollen, fast 60-köpfigen Kulisse, feierten die High-Flyers ausgiebig und gelöst mit ihrem treuen Unterstützern und bedankten sich für den geleisteten Support. Ebenfalls zu Danken ist dem 300er-Club, welcher es den Matchbesuchern erneut, während des ganzen Spiels ermöglicht hat, sich in der Bar mit einem Kaffee, Tee oder ähnlichem, zu erwärmen und über die Geschehnisse auf dem Eis zu philosophieren.

Hockey Huttwil verliert in der Schlussminute unverzeihlich

In einer von beiden Teams eher schwachen Partie verliert Hockey Huttwil in Thun schliesslich mit 3:4. Führten die Oberaargauer nach zwei Drittel noch mit 2:1, müssen sie wieder ohne Punkte nach Hause. Als unverzeihlich ist vor allem der vierte und entscheidende Gegentreffer, nur zwanzig Sekunden nach dem 3:3, anzusehen. So darf man nicht verlieren.

Hockey Huttwil verliert die Partie gegen den EHC Thun im Schlussdrittel, wo vor allem die Torabfolge turbulent war. Lagen die Oberaargauer bei der zweiten Pause mit 2:1 in Front – zu Beginn des zweiten Drittels Drittel traf die Langnauer Leihgabe Fabian Haldimann zum 0:1 und Michael Ruch zum 1:2 – entgleitet Huttwil das Spiel abermals in den Schlussminuten. Nach nur dreissig gespielten Sekunden im dritten Drittel trifft Thun erst durch Mika Burkhalter zum 2:2. Das würde noch drin liegen. Selbst auf die erstmalige 3:2-Thuner-Führung in diesem Spiel rund neun Minuten vor Schluss, konnte Hockey Huttwil noch reagieren und knappe zwei Minuten vor dem Ende abermals durch Michael Ruch mit seinem zweiten Treffer zum 3:3 ausgleichen. Dass aber nur zwanzig Sekunden nach diesem Ausgleich Hockey Huttwil den vierten und entscheidenden Thuner Gegentreffer zugelassen hat, ist eigentlich unverzeihlich. Über das ganze Spiel gesehen geht dieser 4:3-Sieg des EHC Thun in einem eher schwachen Spiel beider Teams völlig in Ordnung. Thun hatte mehr Spielanteile und wirkte irgendwie williger. Aus Huttwiler Sicht «gefiel» sicherlich das erste Drittel, da man mit dem 0:0 die Partie – nicht wie auch schon – offen halten konnte und die Defensive mehrheitlich stabil blieb. Auch die Zwei-Tore-Führung nach zwei Drittel stimmte eigentlich zuversichtlich. Der letzte Teil der Partie hat dann nichts mehr mit Zuversicht zu tun. Der vierte Gegentreffer schon gar nicht. Er ist unverzeihlich. Vor allem das er nur zwanzig Sekunden nach dem 3:3 gefressen wurde.

Huttwils saubere Defensive im ersten Drittel
Erstmals eingreifen musste Huttwils Goalie Lukas Gasser nach dreiunddreissig Sekunden. Ein zweites Mal eine Zeigerumdrehung später. Den ersten Schuss für Huttwil feuerte Timo Braus nach rund zwei Minuten ab. Die Partie war lanciert. Aber so richtig brenzlig wurde es weder vor dem einen noch dem anderen Gehäuse. Dies änderte sich als Huttwil nach vier Minuten mit einem Mann weniger auskommen musste, auch nicht wirklich. Die Berner Oberländer kamen nicht zu einem einzigen Abschluss. Unmittelbar danach und wieder bei Vollbestand, war dies ganz anders. Da hatte Lukas Gasser doch das eine oder andere Mal einzugreifen. So auch nach Pascal Rossels Schuss nach acht Minuten. Die ersten zehn Minuten des Drittels brachten nun aber nicht wirklich die berauschenden Torszenen. Wobei vor dem Thuner Kasten praktisch nichts los war. Das beste aus Huttwiler Sicht war die Defensive, die liess nämlich kaum etwas zu, selbst bei der zweiten gegen sie ausgesprochenen Strafe nicht. Es muss auch nicht immer ein Spektakel sein. Diese saubere defensive Arbeit liess wenigstens für den weiteren Verlauf alles offen. Und wenig hätte gar gefehlt und die Oberaargauer wären mit einer Führung in die erste Pause. Patrick Meyers Abschluss an den Pfosten, war wohl noch in der Thuner Altstadt zu hören.

Unverzeihlicher vierter Gegentreffer kurz vor Schluss
Die Spielweise zu Beginn des mittleren Abschnitts änderte sich kaum. Bis, ja bis zur dreiundzwanzigsten Minute, als sich die Langnauer Leihgabe Fabian Haldimann kräftig vor dem Slot durchtankte und den Puck schliesslich zum 1:0 für Hockey Huttwil über die Linie würgte. Nur drei Minuten später hatte erneut Patrick Meyer eine Chance, die jedoch Stephan Küenzi vom Himmel pflückte. Huttwil hatte jetzt mehr offensive Aktionen als noch im Drittel zuvor insgesamt. Dies verstärkte sich im ersten Powerplay noch zusätzlich. Der zweite Treffer aber wollte trotz ansprechendem Überzahlspiel nicht fallen. Ein Treffer fiel im Mitteldrittel dennoch. Erst verweigerten die Schiedsrichter wohl zu Recht Pascal Rossel das 1:1, keine Minute später war das 1:1 durch Noah Fuss trotzdem Tatsache. Nun Hockey Huttwil konnte darauf reagieren, und zwar im Powerplay. Nur gerade fünf Sekunden brauchte Michael Ruch, um die Beutler-Truppe wieder in Front zu schiessen. Es war ein Tor zum richtigen Zeitpunkt.
Welcher gleich zu Beginn des Schlussabschnitts wieder zu Nichte gemacht wurde. Ein Scheibenverlust in der Mittelzone durch Huttwil, vollendete Mika Burkhalter für Thun unhaltbar zum 2:2. Gehörten die nächsten zwei drei Minuten eher dem EHC Thun, drückte Hockey Huttwil danach plötzlich. Beide Teams hatten Möglichkeiten, um vorzulegen. Die beste Chance aus Huttwiler Sicht hatte wohl Timo Braus rund elf Minuten vor Schluss. Ziemlich genau neun Minuten vor dem Ende fiel, der fünfte Treffer des Spiels und er fiel für den EHC Thun. Aus dem Hinterhalt traf Joel Eicher durch alles hindurch zum 3:2. Selbstredend, dass Hockey Huttwil jetzt natürlich noch mehr gefordert war. Chancen für den Ausgleich waren durchaus vorhanden, nur lief den Oberaargauern langsam die Zeit davon. Sie lief bis 1:56 vor Ende und da traf Michael Ruch zum 3:3. Aber nur zwanzig Sekunden später reissen die Oberländer die Führung durch Michael Bärtschi erneut an sich. Auf dies hatte Hockey Huttwil keine Antwort mehr und verliert in Thun unnötig.

Telegramm: Thun – Huttwil 4:3 (0:0, 1:2, 3:1)
KEB Grabengut, Thun. – 411 Zuschauer – Schiedsrichter: Hürlimann; Grau / Spiele
Torfolge: 23. Haldimann (Messerli) 0:1. 36. Fuss (G.Reymondin, Burkhalter) 1:1. 39. Ruch (Lüdi,Seematter/Ausschluss Küenzi) 1:2. 41. Burkhalter, J.Reymondin, Bärtschi) 2:2. 52. Eicher (Bärtschi,Rossel) 3:2. 59. Ruch (Gurtner) 3:3. 59. Bärtschi (J.Reymondin) 4:3.
Strafen: Thun 3mal 2 Minuten; Huttwil 3mal 2 Minuten, plus 1mal 10 Minuten (Schütz)
Thun: Küenzi; Inniger, Fuchs; Krähenbühl, Schoch; Schärmeli, Steiner, Bärtschi, J.Reymondin, Boss; Eicher, Rossel, Kohler; Fuss, G.Reymondin, Burkhalter; Schuener, Giovinetti, Cho.
Huttwil: Gasser; Mosimann, Matter; Seematter, Kunz; M.Minder, Farner; Schütz, Felder; Gurtner, Hain, M.Trüssel; Ruch, Lüdi, P.Meyer; Braus, Messerli, Haldimann; Lerch, Nägeli, Born.
Bemerkungen:
Huttwil ohne Lanz, M.Meyer, Steiner (alle verletzt), N.Minder (krank), Hofmann (überzählig), C.Trüssel (Burgdorf)
Ab 59:30 Huttwil ohne Torhüter Gasser
Thun ohne Gugelmann, Studerus, Weber, Wenger, Kämpfer, Kaufmann

Interview Christoph Schenk, Trainer EHC Thun

Interview Aron Krähenbühl, EHC Thun

Interview Michael Ruch, Doppeltorschütze für Huttwil

Interview Andreas Beutler, Trainer Hockey Huttwil

Zur Verfügung gestellt von: Hockey Huttwil
Author: Pascal Müller (Medienverantwortlicher Hockey Huttwil)
Rechte: Hockey Huttwil & MySports
Veröffentlicht: 13 November 2019 von Hockey Huttwil
Originalbeitrag: Hockey Huttwil

So isch Hockey…

Zunzgen-Sissach – Brandis Ladies
Zunzgen-Sissach – Brandis Ladies

Nach einem spielfreien, auf Grund der Mitarbeit am Bar-Fescht und dem Swiss Ice Hockey Day aber lebhaften Wochenende, konzentrierten sich die Brandis Ladies vergangene Woche wieder voll aufs Eishockey. So reisten sie am Samstag gut vorbereitet nach Sissach für das erste Spiel der Doppelrunde. Die Gemüter waren in Anbetracht der letzten zwei Aufeinandertreffen, welche jeweils mit einem hohen Sieg endeten, optimistisch gestimmt. Entsprechend den Erwartungen begann das Spiel seitens Zunzgen-Sissach verhalten. Brandis hingegen kam aufmüpfig aus der Garderobe, sodass man sofort merkte, dass die Spielerinnen wussten, dass auch gegen einen schwächeren Gegner vor dem Feiern gewonnen werden musste. Nebst gefühlten 50 Abschlüssen zeigten die Brandis Ladies mehrere Aussetzer, was zu einigen Gegenstössen und einer 1:0 Chance für Zunzgen führte. Mit ihrem Dribbling konnte die Sissacherin Theresia Hoppe Dunja Fasel im Brandis-Tor aber nicht wirklich beeindrucken. Diese blieb cool und wehrte den tiefen Schuss ab. Auch ihre Vorderleute hatten das Spiel mühelos unter Kontrolle. Die erste Torschützin der Partie hiess Marina Zürcher. Sie setzte sich im 1:1 gegen eine Verteidigerin durch und verdiente sich das 1:0 vor allem durch eine vorbildliche Willensleistung. Im zweiten Drittel schien Brandis weniger konzentriert als noch im ersten. Dennoch gelangen Rebecca Schär und Selina Hehlen je ein Tor. Beide profitierten Rebounds, welche die gegnerischen Verteidigerinnen nicht schnell genug weggeräumt hatten. Die zumindest einigermassen ereignisreiche Phase läutete Marlise Hofmann aber erst im Schlussdrittel mit ihrem Tor zum 4:0 ein. Wie schon in Bassersdorf konnten alle dem Puck dabei zusehen, wie er langsam seinen Weg über die Torlinie fand, während aber niemand seinem Schicksal mehr einen anderen Lauf geben konnte. In der Folge machten Janina Habegger (2x back-handed) und Rebecca Schär (auf Wunderpass von Leine Nummi) mit ihren drei Toren aus dem 0:4 ein dem Meister würdiges 0:7. So schnäu geit’s!

Leider weniger «schnäu» ging es im Sonntags-Spiel gegen den EC Wil. Ganze 28 Minuten und wiederum etliche Abschlüsse brauchte es, bis das erste Tor erzielt werden konnte. Janina Habegger und Daniela König betrieben optimistisches Forechecking und wurden mit einer optimalen Schussposition ohne Gegenspielerin belohnt. So versorgte Daniela König den Puck im Tor hinter Elena Mischler. Aus einer ähnlichen Position erzielte auch Sonja Novak ihren Treffer nur zwei Minuten später. Nachdem sie sich durch die halbe Zone gedribbelt hatte, verwertete sie ihren eigenen Abpraller und erhöhte somit auf 2:0. Sowohl Brandis als auch der EC Wil tauschten ihre Torhüterin nach Spielmitte aus, was am Verlauf der Dinge vorerst nicht besonders viel änderte. Die Emmentalerinnen machten weiterhin Druck aufs Tor, während Wil viel mehr Widerstand leistete als Zunzgen-Sissach Tags zuvor. Mit einem gefährlichen Zwischenstand von 2:0 ging es ins Schlussdrittel. Dieses brachte dem Heimteam kein Glück. Obwohl Wil durchaus einige Chancen kreieren konnte, war Brandis praktisch 20 Minuten lang in der Vorwärtsbewegung und übte sich im Tore-Schiessen. Leider blieb es beim Üben. Die Wilerinnen hingegen waren vor dem Tor extrem effizient und verwerteten zwei Chancen, womit sie ausglichen. Die Reaktion der Brandis Ladies fiel eigentlich optimal aus. Der Puck wurde aber sowohl von Torhüterin als auch den Feldspielerinnen aus dem Tor gehalten, indem sie eine solide Mauer aufstellten. Gäbe es eine Strafe für Verzweiflung hätte Brandis die letzte Viertelstunde in Unterzahlt gespielt. In der Overtime war es dann tatsächlich Wil, das mit dem Tor durch Iris Flückiger den Zusatzpunkt holen konnte. Diesem Spiel konnte man enttäuschenderweise also nur einen Punkt abgewinnen. Dennoch können sich die Brandis Ladies auf die Cup-Challenge gegen Bomo-Thun freuen, die sie sich am Samstag gegen Zunzgen-Sissach verdient hatten.

Zunzgen-Sissach – Brandis Ladies 0:7
Tore: 12. Zürcher Marina, 24. Schär Rebecca (Wyss Lisa), 38. Hehlen Selina (Wyss Lisa, Forster Stefanie), 47. Hofmann Marlise, 50. Habegger Janina, 53. Habegger Janina (Nummi Leine, Hirsiger Daniela), 53. Schär Rebecca (Nummi Leine)
SR: F. Castegnaro, L. Harmann

Brandis Ladies – EC Wil Ladies 2:3 n.V.
Tore: 29. Hirsiger Daniela, 31. Novak Sonja (Hirsiger Daniela), 43. Brunner Nadja, 45. Bardill Sarina, 61. (OT) Flückiger Iris Strafen: Brandis Ladies 3x2 Minuten, EC Wil Ladies 2x2 Minuten
SR: L. Bettschen, H. Flückiger